Das Tü
ABER DU SCHLÄFST

Starr blickst du mich an,
mit deinen Augen so lieblich
und doch erfüllen sie mich mit Hass.

Seit Stunden schon schaust du mich an,
schon die ganze Zeit so monoton.
Gleichste einer Puppe in einem Fenster,
wahrscheinlich sollte man dich in eines stellen.

Ich stehe auf.
Versuche keine Geräusche zu machen,
damit ich dich nicht aufwecke,
obwohl ich weiß dass ich es nicht kann.

Ich trete in etwas Nasses.
Ohne nachzuschauen, weiß ich was es ist.
Aber ich tue es doch... es ist dein Blut.

Ich gehe die Schritte zum Fenster.
Der Boden ist kalt.
Ich hätte Schuhe anziehen sollen,
aber so weit war es ja nicht.

Ich schaue nach draußen,
sehe nichts als Menschen.
Menschen, die selbst nicht wissen,
wohin sie gehen oder wohin sie gehen wollen.

Ich schaue in den Himmel,
ich sehe Vögel.
Vögel die frei sind,
obwohl sie am Himmel gefangen sind.

Ich schaue auf die Strasse,
ich sehe Autos die an der Ampel stehen.
Alle haben keine Zeit,
am wenigsten Zeit zum Leben.

Und dann schaue ich wieder zu dir,
doch dein blick ist starr.
Starr blickst du zur Wand,
aber du siehst sie nicht wirklich.

Ich gehe wieder zu dir
und hocke mich vor dich.
Ich sehe in deine Augen,
sie wirken kalt und leer.

Ich nehme deine Hand,
sie ist kalt wie Eis.
"Frierst du?" frage ich dich,
doch du antwortest mir nicht.

Und es vergeht eine Ewigkeit,
du liegst da und starrst mich an.
Es scheint zumindest so, als tust du das.
Aber du schläfst... schläfst... für die Ewigkeit!


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NACHTMAHR

Des Nachts sah ich ihn stehen
er sah zu mir herab
ich sollte mit ihm gehen
nicht hörte er mein Flehen
und zog mich in sein Grab

Dort tief im Wald stand ich allein
an seinem Bett
Efeu kroch an meinem Bein
und grüner, gift´ger Schleim
ich grub die schwarze Erde weg

Unerträglicher Gestank,
Worte flüsterten in meinem Rücken
stieg aus dem dunkelgrünen Gerank
der Schleim war mir bekannt
ich sollte tiefer mich noch bücken

So hob ich die letzten Steine
Die Grube lag nun frei
Efeu fesselte meine Beine
hoch an den Hals, als Henkersleine
und von hinten dieser Schrei

Der Schrei mit kalten Händen
die ins Loch mich stießen
ich kratzte an den feuchten Wänden
so wollte ich nicht enden
bis die Kräfte mich verließen

Er sammelte meine Sachen
warf sie zu mir hinab
mit grausem holen Lachen
am Grubenrand sah ich ihn wachen
und Erde schaufeln in unser Grab

Er hörte nicht auf mein Flehen
mein Herz ging schnell, der Atem ab
Die Augen auf, ich konnte sehen
und am Bett sah ich ihn stehen
und er sah zu mir herab


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Liebe nicht den, der sagt, ich liebe dich. Liebe den, der dich unter Tränen bittet, liebe mich!


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Streckst du manchmal deine Arme aus und drehst dich im Kreis, so schnell, wie es nur geht? Weißt du, die Liebe ist ganz genauso: sie bringt dein Herz zum Rasen und stellt die Welt auf den Kopf - total. Aber du mußt schön vorsichtig sein - du mußt deinen Blick an etwas festhalten, das still steht. Denn sonst verlierst du das Gleichgewicht. Du siehst nicht, was mit den Menschen um dich herum geschieht. Und du erkennst nicht, dass du bald hinfällst


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Der Geist, der allem Leben den Sinn nimmt ist die Liebe...
So bitter und so süß...
Salz auf den Wunden
Prickeln auf der Haut...
Nichts hat so nah an der Grenze des Wahnsinns gebaut...
Nichts verschwindet so schnell wie sie...
Alles kann man missen, nur die Liebe nie...

Trotzdem ist sie so süßes Gift... Gefährlich und so schön...
Je mehr man sie hasst, desto mehr wird sie gewollt.
Egal was passiert... man vermisst sie trotzdem

Es ist nicht das was wir aus der Liebe machen, das wir so hassen
sondern das was die Liebe aus uns macht wenn sie vergeht.
Dieser Schmerz für manche niemals endend
Diese Trauer, geht nie vorrüber,
Doch irgendwann, denkt man sich
Das erste mal tats noch weh, das zweite mal nicht mehr so sehr.
Sie kommt und geht, die Liebe, wir lieben und hassen die Liebe...

Genau das Gefühl zu lieben und zu hassen, lässt die Liebe in unseren Herzen eigentlich niemals Sterben



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Ich ging zu einer Party,Mama,
und dachte an deine Worte.
Du hattest mich gebeten, nichts zu trinken,
und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mama,
genauso wie du es vorher gesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken,
Mama, auch wenn die anderen sich mokierten.
ich weiß, dass es richtig war, Mama,
und dass du immer Recht hast.
Die Party geht langsam zu Ende, Mama, und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mama,
da wusste ich, ich würde heil nach Hause kommen;
aufgrund deiner Erziehung- so verantwortungsvoll fein.
Ich fuhr langsam, Mama, und bog in die Straße ein.
Aber der andere Fahrer sah mich nicht,
und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.
Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mama,
hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken.
Und ich bin diejenige, die dafür büßen muss.
Ich liege hier im sterben,
Mama, ach bitte, komm` doch schnell.
Wie konnte das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie eine Seifenblase.
Ringsherum ist alles voller Blut,
Mama, das meiste ist von mir.
Ich höre den Arzt sagen, Mama,
dass keine Hilfe mehr für mich möglich ist.
Ich wollte dir nur sagen, Mama,
ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mama,
die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf derselben Party wie ich, Mama.
Der einzige Unterschied ist nur:
Er hat getrunken, und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mama?
Es kann das ganze Leben ruinieren.
Ich habe jetzt starke Schmerzen,
Mama, wie Messerstiche so scharf.
Der Mann, der mich angefahren hat, Mama, läuft herum,
und ich liege im Sterben.
Er guckt nur dumm.
Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mama.
Und Papa soll tapfer sein.
Und wenn ich im Himmel bin, Mama,
schreibt Papas Mädchen auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mama,
nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mama,
würde ich noch weiterleben dürfen.
Mein Atem wird kürzer, Mama, ich habe große Angst.
Bitte weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da, wenn ich dich brauchte.
Ich habe noch eine letzte Frage, Mama,
bevor ich von hier fortgehe
: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken,
warum bin ich die jenige die sterben muss?

Dieser Text in Gedichtform war an der Springfield high school (Springfield, VA; USA) im Umlauf nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.



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Der Druck ist zu groß
Ich kann immer nur an das Eine denken
Zitternd halte ich die Klinge in meiner Hand
Den Versuch mich dagegen zu wehren
habe ich längst aufgegeben

Fast wie von selbst senkt sich meine Hand
Nähert sich langsam meinem Arm
Langsam dringt die scharfe Schneide in meine Haut
Langsam sickert das Blut aus der Wunde
Ein warmer dunkelroter Blutstrom läuft langsam über meine weiße Haut

Ich spüre wie die Last von mir fällt
Ich fühle mich frei
Ohne Gedanken
Eine Woge der Erleichterung durchdringt meinen Körper

Ich sehe das Blut und bin wieder glücklich



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Wie die Träne so auch der Schmerz,
Fließt von einem Ort bis hin zum Herz.
Immer stärker wird der Strom.
Läßt mich nicht in Frieden ruh’n.
Drum bitt‘ ich DICH:
Komm her zu MIR,
Bleib bei MIR,
Behüte MICH.

Doch Du ignorierst die Not
Und ich sterbe den tausendfachen Tod!



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Ein Mädchen fragt einen Jungen: "Magst du mich?"
Er sagt: "NEIN!"

Sie fragt: "Findest du mich hübsch?"
Er sagt: "NEIN!"

Sie fragt: "Bin ich in deinem Herz?"
Er sagt: "NEIN!"

Als letztes fragt sie: "Wenn ich weg gehen würde, würdest du für mich weinen?"
Er sagt: "NEIN!"

...sie geht traurig davon.
...er packt sie am Arm und sagt:

"Ich mag dich nicht,
ich liebe dich!
Ich finde dich nicht hübsch,
ich finde dich wunderschön!
Du bist nich in meinem Herz,
du bist mein Herz!
Ich würde nicht für dich weinen,
ich würde für dich sterben!"



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ALLEINE

Ich sitze hier
Alleine
Mein Kopf ist leer
Kein Gedanke

Wo bist du?
Warum bist du nicht hier?
Nicht bei mir?

Ich bin alleine
In meiner welt
Keiner da
Außer meiner selbst

Ich sitze hier
Fange an zu denken
An dich - an uns
Doch du bist nicht hier

Alleine sitze ich hier
Keine Hoffnung
Trauer
Verzweiflung

Keiner hier
Um mir zu helfen


In Gedanken an einen Menschen (ich hoffe du weißt das ich dich meine) den ich nie vergessen werde, auch wenn er mir sehr weh getan hat - miss you

PS: ich hoffe du wirst mit ihr glücklich(er)



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Circe Royale


Und als der Winter wieder die Stadt erreichte
und die Sonnehitze der Kälte weichte,
da erzählte das Leben von Helena,
dass die Augen der Welt nicht trocken blieben,
denn manchmal ist es grausam, zu lieben.

Sie wachte auf, es war um drei
und Mitternacht war längst vorbei.
Sie hörte eine vertraute Melodie.
Es war weder Traum, noch Phantasie.
Noch vom Schlafe halb benommen,
hörte sie ihn näher kommen.
Helena rannte die Treppen herunter.
Erst draußen in der Kälte wurde sie munter.

Es war tatsächlich seine Welt,
die wieder da war mit ihrem Zirkuszelt.
Der Circe Royale war sehr bekannt.
Jedes Jahr besuchte er ein anderes Land.
In Helenas Land, als ob es gestern war,
ist der Circe Royale nun schon zum zweiten Mal da.

Vor einem Jahr, zur selben Stune,
war ein Gerücht in aller Munde.
Helena sei verliebt in Lazerus.
Nun, der Clown war wie Zuckerguss.
Die edle Blässe, wie Porzellan.
Seine Augen zogen jeden an. Die vornehme Art, die schlanke figur,
und doch ahnte man seine Natur.

Der schöne Clown trat auf die Bühne heraus,
und das unter tosendem Applaus.
Er spielte phantastische Melodien
und weckte melodische Phantasien.
Der große Raum war still.
Alles lauschte seinem Spiel.
Und Helena?
Sie konnte die Augen nicht von ihm lassen,
versuchte jede bewegung zu erfassen.
Dann endlich bemerkte Lazerus sie
und ging vor ihr auf die Knie.
Er legte einen Luftballon in ihre Hand,
küsste diese und verschwand.

Dann war es um Helena geschehen.
Sie liebte ihn. Das war leicht zu verstehen.
Nach der Show trat der Clown vor Helena,
auch er liebte das Mädchen, alles war wunderbar.
Lazerus entführte sie in eine Welt voller Magie.

Er zeigte ihr seltene Dimensionen
und in ihnen verborgen Millionen
von kleinen Silbersternen.
Sie glänzten wie Laternen.

Dann, es war um die dritte Stunde,
bat er um ihre Hand zum ewigen Bunde.
Mit einem Kuss versprach der Clown:
"Meine Liebste, sei ohne Grauen.
Ich muss nun weiterziehen.
Doch meine Liebe wird nicht vergehen.
Wenn der Circe zu Ende ist,
sind wir beisammen. Das ist gewiss.
Warte, Liebste, ich komm zurück.
Adieu, auf bald und wünsch mir Glück."

Mit diesen Worten trennten sie sich.
Stunde um Stunde, Tag um Tag verstrich.
Helena vertraute dem Wort von Lazerus.
Sie träumte von Magie und seinem Kuss.
Monat um Monat ging vorbei,
doch Helenas Hoffnung brach nie entzwei.
Und dann endlich nach einem Jahr
war der Circe Royale nun wieder da.

Der Vorhang eröffnete das Ende.
Helenas Clown lag in fremden Händen.
Die hübsche Ballerina,
die kam aus dem Süden und hieß Christina.
Sie küsste den Clown
und Helena glaubte es kaum.
Die Tänzerin trug Lazerus´ Ring.
Verflucht seist du, du grausames Ding!

Bittere Tränen fielen hinab,
als Helena saß in ihrem eigenenn Grab.
Sie fühlte die Flut langsam kommen,
bals würde sie mitgenommen
werden vom stillen Meer.
Endlich Ruhe, das wünschte sie sich sehr.
Der mond war es, der Helena sah,
als einziger Zeuge, als es geschah.
"Ich bin verloren, das Herz ist am Brechen.
Dann kann ich es doch gleich erstechen!"
Ein kurzer Schrei, der Dolch in der Brust.
Am nächsten tag bedauerte man den Verlust.

Und wenn der Winter die Stadt erreicht
und die Sommerhitze der Kälte weicht,
da erzählt das Leben von Helena.
Eine Geschichte so tragisch und wunderbar.
Und jeder, der versucht, ihre Ruhe zu stören,
wird ihre Geisterstimme hören.



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